ZOPPOT (SOPOT)

Zoppot

Zoppoter Fußgängerzone — Warmbad — Kurhaus — Kurplatz — Seebbrücke

Früher war Zoppot ein kleines Fischerdorf, das dem Zisterzienserorden gehörte. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde es durch das Engagement des französischen Arztes Jean Georg Haffner zum Kurort, in dem gemäß der neuen Mode Bäder im Meerwasser genommen wurden. Von dieser Zeit an erfreute sich die Stadt einer stetig zunehmenden Anzahl an Kurgästen.

Die Zugereisten schlenderten tagsüber gemächlich am Strand entlang: die Damen in hochgeschlossenen Kleidern und wadenlangen Pumphosen, die Herren in charakteristischen gestreiften Badeanzügen. Des Nachts verloren sie ein Vermögen im bekannten Zoppoter Kasino. Seitdem hat zumindest die Badebekleidung einen bedeutenden Wandel durchgemacht, Zoppot jedoch blieb unverändert ein sehr beliebter Erholungsort an der Ostsee.

Bei der Besichtigung Zoppots steht zunächst die Architektur im Mittelpunkt, die sich durch luxuriöse Jugendstilvillen und malerische Sommerhäuser auszeichnet. Wir gehen die berühmteste Zoppoter Fußgängerzone, genannt "Monciak" (die Straße der Helden von Monte Cassino) entlang und kommen dabei an Straßenkünstlern, zahlreichen Cafés und der jüngsten Zoppoter Touristenattraktion — dem Schiefen Haus — vorbei. Beim Warmbad vom Anfang des 20. Jahrhunderts halten wir an. Ich zeige Ihnen auch den Inhalationsbrunnen, an dem Sie von der heilenden Sole kosten können. Anschließend spazieren wir über den Kurplatz. Hier befindet sich das vor Kurzem wieder aufgebaute Kurhaus. Uns trennen nur noch einige Schritte von der Zoppoter Seebrücke, die das längste hölzerne Bauwerk in Europa ist. Der Ausblick von der 500m ins Meer vorgeschobenen Brücke bezaubert die Gäste: zum Meer hin liegt die Danziger Bucht mit den in der Ferne sichtbaren Umrissen Danzigs und Gdingens – und bei guter Sicht auch der Halbinsel Hela – und zum Land hin das von Wäldern umgebene Zoppot mit dem ehrwürdigen Grandhotel, dem Kurhaus, dem Warmbad, Kirchtürmen und sandigen Stränden. Eine verdiente Atempause in einem Kurort von Weltruhm.

Besichtigungszeit: 1,5-3h


Zusätzliche Angebote:

DAS OBERE ZOPPOT: Im Unterschied zum am Wasser liegenden Unteren Zoppot erhebt sich das Obere Zoppot auf den Hügeln am Rande des Landschaftsschutzparks der Dreistadt. Einen Besuch dieser Gegend empfehle ich denjenigen von Ihnen, die sich etwas länger in der Dreistadt aufhalten und Lust auf einen ruhigen Spaziergang entlang gemütlicher Sträßchen abseits der typischen Touristenpfade haben. Von der Eliesenhöhe (Łysa Góra), einem der schönsten Aussichtspunkte Zoppots, erstreckt sich das Panorama Zoppots und der anliegenden Danziger Stadtteile bis zum Meer. Von hier aus ist es nicht weit zur Waldoper (Opera Leśna), in der vor einhundert Jahren Festivals für klassische Musik stattfanden, und die heute vor allem für das alljährlich stattfindende "Sopot Festival" bekannt ist. (2h)